Artikelserie über WordPress und Joomla!

Du überlegst noch, ob du deine Website besser mit WordPress oder mit Joomla! erstellen sollst? Oder du hast bereits eine Website mit WordPress und erwägst, sie auf Joomla! umzustellen? Ich habe es für diese Site gemacht. Erfahre hier warum und wie.

Füttert man Suchmaschinen mit den Begriffen WordPress und Joomla, weisen die meisten Treffer auf einen Systemvergleich. Eine Suche nach von WordPress zu Joomla! liefert zum Teil dieselben Ergebnisse. Ansonsten geht es in der Mehrzahl der Treffer darum, von Joomla! zu WordPress zu kommen.

In dieser Artikelserie wird die tatsächliche Bedeutung der Wortfolge berücksichtigt. Um die Entscheidung nachvollziehbar zu machen, diese Website nach einer ersten Installation mit WordPress auf Joomla! umzustellen, ist es nötig, etwas weiter auszuholen und dabei die unterschiedlichen Eigenschaften der Systeme etwas tiefgehender darzustellen. Ich hoffe, dass du so die Informationen erhältst, nach denen du suchst.

Bevor du dich wunderst, warum hinter Joomla! manchmal das Ausrufungszeichen steht und manchmal fehlt: es gehört zur eingetragenen Marke. In den Richtlinien zur ordnungsgemäßen Verwendung des Namens Joomla! steht weiter, dass das Ausrufungszeichen weggelassen werden soll, wenn ihm ein Satzzeichen folgen würde.

Wenn du diesen Artikel liest, ist es sehr wahrscheinlich, dass du etwas komplexeres als eine Web-Visitenkarte planst. Dann hast du dich sicher auch mit der Option befasst, deine Inhalte in einem Content Management System (CMS) zu verwalten. Vermutlich sind deine finanziellen und/oder personellen Kapazitäten dabei eher begrenzt. Für diese Website wurde ausschließlich freie und kostenlose Software eingesetzt.

Übersicht der Artikel

Das gesamte Thema ist auf mehrere Artikel verteilt:

Vorgehensweise

Ich habe die Artikel chronologisch geschrieben. Dabei habe ich eine Arbeitsweise gewählt, die ich mehrfach bei Autorinnen und Autoren gesehen habe: zuerst den Text in einem Office-Programm (hier LibreOffice Writer) erstellt und anschließend ins CMS übertragen. Diese klassische Vorgehensweise lässt sich in WordPress und Joomla! anwenden. Eine mögliche Fehlerquelle dabei ist, dass aus dem Office-Programm Formatierungen übernommen werden, die nachher Störungen im Web-Layout bewirken. Dazu bietet der Editor beider CMS die Option Texte unformatiert mittels Strg‑V aus der Zwischenablage einzufügen. Die Formatierungsarbeit hat man so erneut, andererseits kann man dabei auch gleich den Text noch einmal kontrollieren.

Jeder Artikel lässt sich weitgehend eigenständig lesen. Ich habe versucht, die Bezüge untereinander zu verlinken. Wenn du z.B. einen schnellen Überblick über die Unterschiede der beiden Systeme haben willst, starte mit dem Artikel über dieses Thema. Wenn dich zuerst einmal interessiert, wie man Inhalte von WordPress in Joomla! nutzbar machen kann, starte dort!

Wenn du vorne anfängst, kannst du schneller einschätzen, in welchen Fällen WordPress nicht das optimale System für dich ist, obwohl es die größte Verbreitung hat. Und auch, warum sich Joomla! für netzalben.de günstiger erwies. Andererseits gibt es sicher Konstellationen, die anders herum besser passen. Und es wird auch für die anderen existierenden Systeme ihre Existenzberechtigung geben. Die Artikelserie soll dich dazu insgesamt in deiner Meinungsbildung unterstützen.

Vorab

An dieser Stelle möchte ich dir eine erste grobe Einschätzung geben, welches System für dich besser geeignet ist. Hintergrund sind die Entwicklungen der letzten Jahre. Die Spanne zwischen schmalen und breiten Bildschirmen, auf denen deine Inhalte dargestellt werden sollen, ist immer weiter gewachsen. Das ließ die Idee aufkommen, Dinge nebeneinander zu positionieren. Ein Hilfsmittel dazu sind Container-Elemente, die erlauben, andere Elemente zu gruppieren.

Wenn man einen Artikel so erstellt, wie im vorigen Absatz beschrieben,  entsteht ein linearer Ablauf. WordPress wurde in den letzten Jahren so erweitert, dass diese Container-Elemente interaktiv ergänzt werden können. Bei Joomla! muss man dies im HTML-Quelltext erledigen. Das kann bei manchen Autoren ein Ausschlusskriterium sein oder weitere organisatorische Maßnahmen erfordern.

Andererseits ist bei Joomla! die Gestaltung der gespeicherten Inhalte in der Ausgabe flexibler. Dadurch lassen sich eigene Layoutvorstellungen besser umsetzen.

In beiden Fällen erscheint es sinnvoll, Richtlinien für die Erstellung von Artikeln auszugeben. Selbst wenn man die gesamte Website alleine betreibt, können Notizen dazu sinnvoll sein.

Zum Schluss

Im Laufe des Projektes ist die Idee entstanden, beide Systeme gemeinsam einzusetzen, WordPress für die Eingabe, Joomla! für die Ausgabe - quasi von jedem das Beste. Die gute Nachricht: grundsätzlich funktioniert das. Die schlechte: man muss etwas dafür tun, nämlich programmieren. Darüber hinaus liefert WordPress für Puristen leider nicht den optimalen Code. Daher muss man abwägen, in wieweit man sich auf dieses Vorgehen einlässt.

Für netzalben.de habe ich zu Joomla! einige Erweiterungen programmiert, deren Veröffentlichung ich im Anschluss an diese Artikelserie plane. Wen die Programmierung abschreckt sei gewarnt: auch in meinen früheren WordPress-Projekten ging es nicht ohne eigene Logiken!

Und jetzt viel Spaß und Erfolg mit meinen Artikeln. Über Rückmeldungen würde ich mich freuen!

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